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	<title>Dekubitusprophylaxe</title>
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		<title>Dekubitusprophylaxe</title>
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		<title>Leukozyten &#8212; die Abwehr-Riege</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 16:33:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kunstGRIFF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blut]]></category>
		<category><![CDATA[Leukos]]></category>

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		<description><![CDATA[Weiße Blutkörperchen und das Endothel: Weiße Blutzellen kriechen am Endothel, der inneren Auskleidung der Blutgefäße, entlang, um den Weg zur Infektion oder Verletzung zu finden. Die kleinen &#8222;Beinchen&#8220;, die von den weißen Blutkörperchen ausgebildet werden, lassen sie recht flink am &#8230; <a href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2012/01/08/leukozyten-die-abwehr-riege/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dekubitusprophylaxe.wordpress.com&amp;blog=7717681&amp;post=679&amp;subd=dekubitusprophylaxe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.livescience.com/health/090511-cells-crawl.html">Weiße Blutkörperchen und das Endothel</a>: Weiße Blutzellen kriechen am Endothel, der inneren Auskleidung der Blutgefäße, entlang, um den Weg zur Infektion oder Verletzung zu finden. Die kleinen &#8222;Beinchen&#8220;, die von den weißen Blutkörperchen ausgebildet werden, lassen sie recht flink am Endothel entlang wandern. Die Ausstülpungen scheinen aber noch mehr zu können: Mit ihnen sollen die Zellen Signale aufnehmen, die ihnen genau mitteilen, wo sie zum Einsatz kommen und das Blutgefäß verlassen müssen.<br />
Weiße Blutkörperchen sind die Immunzellen des Körpers, entstehen im Knochenmark und müssen nach ihrer Bildung eine Art Prägung in anderen Organen durchlaufen, damit sie wissen, was körpereigen ist und was nicht. Sie gehen gegen Viren, Bakterien, Giftstoffe (sog. Toxine), Pilze und Parasiten vor, nehmen aber auch Tumorzellen ins Visier.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/679/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/679/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/679/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/679/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/679/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/679/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/679/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/679/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/679/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/679/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/679/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/679/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/679/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/679/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dekubitusprophylaxe.wordpress.com&amp;blog=7717681&amp;post=679&amp;subd=dekubitusprophylaxe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">kunstgriff</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Proteinbiosynthese, die zweite</title>
		<link>http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2011/10/21/proteinbiosynthese-die-zweite/</link>
		<comments>http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2011/10/21/proteinbiosynthese-die-zweite/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 10:36:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kunstGRIFF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zelle]]></category>
		<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
		<category><![CDATA[Genetik]]></category>
		<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Physiologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Herstellung von Eiweißen wurde bereits beleuchtet (und zwar hier). Im Netz und im Unterricht kam jedoch die Frage auf, was sich eigentlich hinter den Untereinheiten der Ribosomen (40S, 60S) verbirgt und warum es freie Ribosomen im Zytoplasma und an &#8230; <a href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2011/10/21/proteinbiosynthese-die-zweite/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dekubitusprophylaxe.wordpress.com&amp;blog=7717681&amp;post=707&amp;subd=dekubitusprophylaxe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Herstellung von Eiweißen wurde bereits beleuchtet (<a href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/06/proteinbiosynthese-oder-alles-eiweis-oder-was/">und zwar hier</a>).</p>
<p>Im Netz und im Unterricht kam jedoch die Frage auf, was sich eigentlich hinter den Untereinheiten der Ribosomen (40S, 60S) verbirgt und warum es freie Ribosomen im <a href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/05/die-zelle-ein-miniatur-wunderland/">Zytoplasma und an das endoplasmatische Retikulum gebundene Ribosomen</a> gibt. Dazu an dieser Stelle einige vertiefende Anmerkungen und ein Schaubild.<span id="more-707"></span></p>
<p>Die beiden Untereinheiten der Ribosomen (große Untereinheit 60, kleine Untereinheit 40S) tun sich zusammen, wenn mRNA vor Ort ist, welche die genetischen Informationen der DNA in Kopie (nach der sog. Transkription) aus dem Zellkern ausgeschleust hat. (Wobei nicht die gesamte DNA kopiert wird, sondern nur der Teil, der für die Bildung des jeweiligen Proteins wichtig ist.)<br />
Gemäß der dortigen Informationen wird aus jeweils 3 direkt benachbarten Nukleinsäuren (dieser Drilling heißt Codon) von der tRNA eine ganz bestimmte, zu genau diesem Codon passende Aminosäure an das Protein, also die Aminosäurekette, angehängt, bis das Protein fertig ist (die sog. Translation). Start- und Stopcodons terminieren Beginn und Ende dieser Proteinbiosynthese. Das Start-Codon befindet sich am 5&#8242;-Ende der m-RNA (welches also den Beginn des zu bildenden Proteins codiert), das Stop-Codon am entgegengesetzten 3&#8242;-Ende.</p>
<p>Von den 20 proteinbildenden Aminosäuren müssen wir 8 mit der Nahrung aufnehmen &#8212; dies sind die sog. essentiellen Aminosäuren.</p>
<p>Ribosomen kommen frei im Zytoplasma sowie an Membranen gebunden vor. Die freien Ribosomen produzieren Proteine, die in der Zelle verbleiben sollen, membrangebundene hingegen jene, die es auszuschleusen gilt. Membrangebunden meint: an endoplasmatisches Retikulum (kurz: ER) gebunden, welches ein intrazelluläres Gangsystem darstellt. Mit Ribosomen besetzt spricht man auch von rauem ER (kurz: rER).<br />
Die Bildung von Proteinen, die ausgeschleust werden sollen, findet dabei ins Lumen des Gangsystems des ER statt. Dort werden sie in Vesikeln (kleinen Bläschen) verpackt, wenn sie fertig sind, und zum Golgi-Apparat transportiert. Vesikel bestehen aus Membranstückchen, die abgeschnürt werden.<br />
Der Golgi-Apparat ist eine Art von Membranstapel und kann seinerseits Vesikel bilden, die mit der Zellmembran verschmelzen und ihren Inhalt in den extrazellulären Raum abgeben können (Exozytose). So gelangt das Protein vom Ort der Bildung in der Zelle nach draußen.</p>
<p>Dazu noch eine (nicht maßstabsgetreue) Übersichtszeichnung:</p>
<p><a href="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2011/10/proteinbiosynthese.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-708" title="Proteinbiosynthese" src="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2011/10/proteinbiosynthese.jpg?w=584" alt="Proteinbiosynthese"   /></a></p>
<h3>Weblinks zur Vertiefung (nicht vollständig, rein subjektiv)</h3>
<ul>
<li><a title="bei Lerntippsammlung.de" href="http://www.lerntippsammlung.de/Die-Ribosomen.html" target="_blank">Die Ribosomen</a></li>
<li><a title="bei Wikipedia.de" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ribosom" target="_blank">Ribosom</a></li>
<li><a title="bei Zytologie-online.de" href="http://www.zytologie-online.net/ribosom.php" target="_blank">Ribosom</a></li>
<li><a title="bei chemgapedia.de" href="http://www.chemgapedia.de/vsengine/vlu/vsc/de/ch/8/bc/vlu/zellbio/zellaufbau.vlu/Page/vsc/de/ch/8/bc/zellbio/ribosom.vscml.html" target="_blank">Ribosom</a></li>
<li><a title="bei wissen.de" href="http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/natur/naturwissenschaften/indexoffline,page=1218486.html" target="_blank">Proteinbiosynthese</a></li>
<li><a title="bei Wikipedia.de" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Proteinbiosynthese" target="_blank">Proteinbiosynthese</a></li>
<li><a title="@ sciencedaily.com" href="http://www.sciencedaily.com/articles/p/protein_biosynthesis.htm" target="_blank">Protein biosynthesis</a></li>
<li><a title="@ biostudio.com" href="http://www.biostudio.com/demo_freeman_protein_synthesis.htm" target="_blank">Protein synthesis</a> (mein Linktip &#8212; mit kleinem Filmchen!)</li>
<li><a title="bei biokurs.de" href="http://www.biokurs.de/skripten/bs11-53.htm" target="_blank">Endoplasmatisches Retikulum</a></li>
<li><a title="bei zytologie-online.de" href="http://www.zytologie-online.net/endoplasmatisches_retikulum.php" target="_blank">Endolasmatisches Retikulum</a></li>
<li><a title="bei Wikipedia.de" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Exozytose" target="_blank">Exozytose</a></li>
<li><a title="bei biokurs.de" href="http://www.biokurs.de/skripten/bs11-18.htm" target="_blank">Membranfluss (Exo-, Endozytose)</a></li>
<li><a title="bei uni-tuebingen.de" href="http://www.uni-tuebingen.de/uni/kxm/documents/Vorlesung2005-screen.pdf" target="_blank">Endocytose, Exocytose, Transportvesikel</a></li>
</ul>
<h3>Interne Links zum Thema:</h3>
<ul>
<li><a href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/06/proteinbiosynthese-oder-alles-eiweis-oder-was/">Proteinbiosynthese oder: Alles Eiweiß, oder was?</a></li>
<li><a href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/05/genetische-infos-der-code-der-dna/">Genetische Infos &#8212; Der Code der DNA</a></li>
<li><a href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/05/die-zelle-ein-miniatur-wunderland/">Die Zelle &#8212; Ein Miniatur-Wunderland</a></li>
</ul>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/707/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/707/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/707/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/707/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/707/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/707/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/707/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/707/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/707/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/707/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/707/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/707/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/707/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/707/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dekubitusprophylaxe.wordpress.com&amp;blog=7717681&amp;post=707&amp;subd=dekubitusprophylaxe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wenn&#8217;s mit den Klappen nicht mehr klappt &#8212; die Herzklappenfehler</title>
		<link>http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/04/16/wenns-mit-den-klappen-nicht-mehr-klappt-die-herzklappenfehler/</link>
		<comments>http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/04/16/wenns-mit-den-klappen-nicht-mehr-klappt-die-herzklappenfehler/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 04:45:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kunstGRIFF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herz & Kreislauf]]></category>
		<category><![CDATA[Herzerkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Pathologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/?p=663</guid>
		<description><![CDATA[Aufgaben der Herzklappen Je nachdem, in welcher Phase (Anspannung = Systole = Kontraktions- und Austreibungsphase, Entspannung = Diastole = Befüllungsphase) sich die entsprechenden Herzareale (jeweils beide Vorhöfe oder beide Kammern) befinden, müssen sich die Herzklappen korrekt und vollständig öffnen und &#8230; <a href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/04/16/wenns-mit-den-klappen-nicht-mehr-klappt-die-herzklappenfehler/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dekubitusprophylaxe.wordpress.com&amp;blog=7717681&amp;post=663&amp;subd=dekubitusprophylaxe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Aufgaben der Herzklappen</h2>
<p>Je nachdem, in welcher <a title="INTERNER LINK: Herzensangelegenheiten [2]: Koronararterien, Herzarbeit" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/16/herzensangelegenheiten-2-koronararterien-herzarbeit/">Phase</a> (Anspannung = <em>Systole </em>= Kontraktions- und Austreibungsphase, Entspannung = <em>Diastole </em>= Befüllungsphase) sich die entsprechenden Herzareale (jeweils <span style="text-decoration:underline;">beide </span>Vorhöfe oder <span style="text-decoration:underline;">beide </span>Kammern) befinden, müssen sich die Herzklappen korrekt und vollständig öffnen und schließen können, damit die Pumpfunktion in optimaler Weise funktioniert und das Blut jeweils in die richtige Richtung gepumpt wird. (<span style="text-decoration:underline;">Ohne funktionierende Klappen kann das Herz seine Aufgaben nicht ausreichend erfüllen!</span>)</p>
<p><a title="INTERNER LINK: Herzensangelegenheiten [1]: Lage, Innenräume, Klappen, Herzbeutel" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/16/herzensangelegenheit-1-lage-innenraume-klappen-herzbeutel/">Herzklappen</a> sind die Ventile, die einen Rückstrom in die falsche Richtung verhindern.<span id="more-663"></span></p>
<p>(Noch mal zur Erinnerung:  Die <strong>Segelklappen </strong>liegen zwischen Vorhof und Kammer und heißen in der linken Herzhälfte <strong>Mitralklappe </strong>(<em>Mitralis</em>) und in der rechten <strong>Trikuspidalklappe </strong>(<em>Trikuspidalis</em>). Die Segeklappen sind an Sehenfäden aufgehängt, die ein Umschlagen in die Vorhöfe verhindern.<br />
Die <strong>Taschenklappen </strong>liegen jeweils zwischen den Kammern und den Ausstromgefäße. Links, zur Aorta hin, befindet sich die <strong>Aortenklappe</strong>, rechts, zum <strong>Truncus pulmonalis</strong> (also dem gemeinsamen Stamm der Lungenarterien, liegt die <strong>Pulmonalklappe</strong>.<br />
Herzklappen bestehen aus <em>hochelastischem Bindegewebe</em>, dass mit <em>Endokard</em>, der Herzinnenhaut, überzogen ist.)</p>
<p>Um mal eine Vorstellung davon zu bekommen, wie beansprucht die Herzklappen sind: Natürlich hängt die Zahl der Öffnungs- und Schließvorgänge von der individuellen Herzfreqeunz ab, aber im  Schnitt geschieht das 120.000 mal pro Tag.</p>
<h2>Herzklappenfehler</h2>
<p>Immer dann, wenn die Öffnung und das Schließen einer Klappe nicht richtig funktioniert, liegt ein Herzklappenfehler vor.</p>
<h3>Formen von Klappenfehlern</h3>
<ul>
<li>Bei einer <strong>Verengung </strong>(<strong>Stenose</strong>) gelangt nicht genügend Blut durch die Klappe und staut sich im davor liegenden Herzabschnitt.</li>
<li>Bei einer <strong>Undichtigkeit </strong>(<strong>Insuffizienz</strong>), also einem inkompletten Verschluss der Herzklappe fließt ein Teil des ausgeworfenen Blutes wieder hinter die Herzklappe zurück.</li>
</ul>
<h3>Verschiedene <em>Ursachen </em>führen zu Klappenfehlern</h3>
<ul>
<li><strong><em>Angeboren </em></strong>beispielsweise durch die Auswirkung schädlicher (toxischer) Stoffe in der Schwangerschaft, bei Erkrankungen der Mutter im Verlauf der Schwangerschaft (wie Röteln oder Diabetes mellitus), aber auch durch genetische Defekte.</li>
<li><strong><em>Erworben </em></strong>zum Beispiel nach einem Herzinfarkt, nach Myokarditis (Herzmuskelentzündung) oder Endokarditis (Herzinnenhautentzündung), durch Kalkablagerungen an den Klappen oder bei Tumorerkrankungen. Die meisten Klappenfehler sind allerdings erworben, nicht angeboren.</li>
</ul>
<h3>Auswirkungen eines Klappenfehlers</h3>
<p>Wenn die Ventilfunktion der Klappen soweit gestört ist, dass es zum Rückstau oder Rückfluss von Blut kommt, muss das Herz mehr arbeiten, um das Blut weiterhin befördern zu können. Durch die höhere Belastung des Herzmuskels können <em>Herzinsuffizienz </em>und <em>Herzrhythmusstörungen</em> entstehen, auch <em>Herzversagen </em>ist möglich.<br />
Es kommt  zu <em>Ödemen </em>(Wassereinlagerungen) im Gewebe, die Folgen sind  <em>Dyspnoe </em>(Atembehinderung), Bein- oder Leberschwellung und Aszites.</p>
<h3>Therapie</h3>
<p>Wenn die Herzentlastung medikamentös ausgereizt ist, und kardiologische Katheterverfahren (wie <em>Klappensprengung </em>bei Verengung der Herzklappen) garnicht oder nicht ausreichend angewendet werden können, muss die Klappen-Ventilfunktion durch eine Herzklappenoperation wieder hergestellt werden &#8212; je früher, desto besser, weil Myokardveränderungen irreversibel sind.</p>
<h3><strong>Herzklappenrekonstruktionen</strong> und -<strong>ersatz</strong>.</h3>
<p>Bei der <strong>Herzklappenrekonstruktion </strong>wird die insuffiziente Klappe wieder flott gemacht. Dabei ist für <em>Stenose</em>n (Verengungen) und <em>Insuffiizienzen</em> (Undichtigkeiten) ein unterschiedliches operatives Verfahren notwendig. Rekonstruiert werden v.a. Segelklappen. Ausgeprägte Deformationen oder starke Verkalkungen setzen der Rekonstruktion allerdings Grenzen.</p>
<p>Bei einem <strong>Herzklappenersatz </strong>wird die erkrankte Herzklappe zunächst entfernt und anschließend durch eine biologische oder künstliche (mechanische)  <strong>Herzklappenprothese</strong> ersetzt.</p>
<h4>Biologische Klappen</h4>
<p><em>Biologische Klappenprothesen</em> sind menschlichen oder tierischen Ursprungs; dabei überwiegen Schweine-Herzklappen oder Konstruktionen aus dem Herzbeutel von Rindern. Postoperativ ist nach dem Einsetzen einer biologischen Klappenprothese eine achtwöchige  Antikoagulantien-Therapie (mit Cumarinen wie Marcumar®) nötig, die dann aber wegfällt.</p>
<p>Nachteilig ist die begrenzte Lebensdauer biologischer Herzklappen. Man geht von bis zu 15 Jahren aus, dann muss die Bioklappe ausgetauscht werden. Daher beschränkt sich der Einsatz i.d.R. auf ältere Menschen (über 70 Jahre) oder jene Personengruppe, die keine Antikoagulantien einnehmen dürfen.</p>
<h4>Künstliche Herzklappen</h4>
<p>Künstliche mechanische Herzklappenprothesen bestehen aus Karbon und sind nahezu verschleißfrei. Sie bestehen aus einem Klappenring sowie zwei halbmondförmigen Flügeln oder einer Kippscheibe. Ist die nahezu unbegrenzte Funktion dieser Klappenprothesen ein Vorteil, gibt es aber einen entscheidenden Nachteil: an künstlichen Materialien entstehen rasch Thromben.</p>
<p>Daher muss eine lebenslange Antikoagulantientherapie, wiederum mit Cumarinen, in Kauf genommen werden. Dafür ist die regelmäßige Bestimmung des INR-Wertes notwendig. Die leisen Klickgeräusche künstlicher Klappen sind nach einiger Zeit meist kein Problem mehr.</p>
<h3>Der Eingriff</h3>
<p>Die OP wird in Vollnarkose durchgeführt. Am stillstehenden Herzen wird die Herzklappe ersetzt oder rekonstruiert,  die <em>Herz-Lungen-Maschine</em>, die von speziell ausgebildeten Kardiotechnikern bedient wird, übernimmt dabei die Kreislauffunktion.</p>
<p>Ist der Herzmuskel (das Myokard) durch die Überlastung noch nicht stark geschädigt, die <a title="INTERNER LINK: Herzinsuffizienz" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/herzinsuffizienz-1-formen-und-stadien/">Herzinsuffizienz</a> also noch nicht ausgeprägt, und liegen keine weiteren Herzerkrankungen vor, ist das Operationsrisiko sehr gering.</p>
<h3>Prognose</h3>
<p>Meist verbessert sich die Lebensqualität, allerdings hängt der Erfolg klar von der Ausprägung der Herzinsuffizienz ab.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/663/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/663/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/663/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/663/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/663/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/663/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/663/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/663/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/663/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/663/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/663/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/663/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/663/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/663/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dekubitusprophylaxe.wordpress.com&amp;blog=7717681&amp;post=663&amp;subd=dekubitusprophylaxe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Kreis-Läufer [2]: Von Windkesseln und Lasten</title>
		<link>http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/21/kreis-laufer-2-von-windkesseln-und-lasten/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 09:33:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kunstGRIFF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herz & Kreislauf]]></category>
		<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Physiologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Windkesselfunktion, Vor- und Nachlast, alles Begriffe, die mit dem Kreislaufsystem und der Herzarbeit in direktem Zusammenhang stehen. Wir werfen auch einen Blick auf die Einflussnahmemöglichkeiten durch Medikamente. Windkesselfunktion * Im Herz&#8211;Kreislauf-System sorgt die Windkesselfunktion für einen Druckausgleich durch die &#8230; <a href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/21/kreis-laufer-2-von-windkesseln-und-lasten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dekubitusprophylaxe.wordpress.com&amp;blog=7717681&amp;post=640&amp;subd=dekubitusprophylaxe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von <strong>Windkesselfunktion</strong>, <strong>Vor</strong>- und <strong>Nachlast</strong>, alles Begriffe, die mit dem Kreislaufsystem und der Herzarbeit in direktem Zusammenhang stehen. Wir werfen auch einen Blick auf die Einflussnahmemöglichkeiten durch Medikamente.<span id="more-640"></span></p>
<h3>Windkesselfunktion *</h3>
<p>Im Herz&#8211;Kreislauf-System sorgt die <strong>Windkesselfunktion </strong>für einen <em>Druckausgleich durch die Elastizität der <a title="Interner Link: Kreislauf 1 - Organisation, Arterien &amp; Venen, Wandbau, Kapillaren" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/21/kreis-laufer-1-organisation-des-herz-kreislauf-systems-wandbau-der-gefase-und-hilfreiche-vorrichtungen/">herznahen Arterien</a></em> (vor allem der <strong>Aorta</strong>). So wird die starke Druckdifferenz zwischen <em>Systole </em>(Phase des Blutauswurfs durch Kontraktion des Herzmuskels) und <em>Diastole </em>(Entspannung des Herzmuskels) verringert.</p>
<p>Die großen, herznahen und elastischen Arterien (vor allem die <strong>Aorta</strong>) <em>wandeln</em> den <em>pulsatilen Blutfluss</em>, der durch den ruckartigen Ausstoß von Blut während der  Systole entsteht, durch ihre Elastizität, die zu einer Wanddehnung und Volumenzunahme führt, <em>in</em> eine k<em>ontinuierliche Strömung um</em>. Gleichzeitig steigt durch Vergrößerung des Durchmessers und die elastische Aufdehnung die Wandspannung. Nachdem sich durch Druck des ausgeworfenen Blutes die <a title="Interner Link: Herz 1 - Topographie, Herzinnenräume, Klappen, Herzbeutel" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/16/herzensangelegenheit-1-lage-innenraume-klappen-herzbeutel/">Taschenklappen</a> geschlossen haben, kehrt die aufgedehnte Gefäßwand in den Ausgangszustand zurück und drückt das Blut quasi wie in einer 2. Mini-Systole in den Kreislauf hinein.</p>
<div id="attachment_655" class="wp-caption alignnone" style="width: 465px"><a href="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/windkessel-lg.jpg"><img class="size-full wp-image-655" title="windkessel-lg" src="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/windkessel-lg.jpg?w=584" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Herznahe elastische Arterien: Windkesselfunktion</p></div>
<p>Das dient dem <em>Schutz der peripheren Organe und Gewebe und der <a title="Interner Link: Kreislauf 1 - Organisation, Arterien &amp; Venen, Wandbau, Kapillaren" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/21/kreis-laufer-1-organisation-des-herz-kreislauf-systems-wandbau-der-gefase-und-hilfreiche-vorrichtungen/">Kapillaren</a></em> vor zerstörerischen Blutdruckspitzen während der Diastole und ausbleibendem Druck, der zu einer Minderversorgung führen würde, während der Kammersystole. (Diastole und Systole während der Herzarbeit? Schaust du <a title="Interner Link: Herz 2 - Koronararterien &amp; Herzarbeit" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/16/herzensangelegenheiten-2-koronararterien-herzarbeit/">hier</a>.)</p>
<p>Obwohl der Windkesseleffekt äußerst gering ist &#8211; Volumenänderung von lediglich etwa 40 ml &#8211; spielt er eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung des Blutdrucks. Daneben ist die zur Aufdehnung der <a title="Interner Link: Kreislauf 1 - Organisation, Arterien &amp; Venen, Wandbau, Kapillaren" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/21/kreis-laufer-1-organisation-des-herz-kreislauf-systems-wandbau-der-gefase-und-hilfreiche-vorrichtungen/">Arterien</a> benötigte Arbeitsleistung des Herzens ein wesentlicher Bestandteil der Nachlast.</p>
<h3>Vorlast und Nachlast</h3>
<h4>Vorlast</h4>
<p>Als Vorlast (eng. <strong>Preload</strong>) wird die Kraft bezeichnet, welche zur Dehnung der <a title="Interner Link: Herz 3 -- Erregung &amp; Myokard" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/16/herzangelegenheiten-3-erregungsbildung-und-leitung/">Muskelfasern</a> der <a title="Interner Link: Herz 1 - Topographie, Herzinnenräume, Klappen, Herzbeutel" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/16/herzensangelegenheit-1-lage-innenraume-klappen-herzbeutel/">Herzkammern</a> am Ende der Diastole führt und die durch die maximale Ruhelänge der Muskelfasern begrenzt ist. Die Vorlast wird im Körper durch den Rückfluss des Blutes zum Herzen und den zentralen Venendruck beeinflusst. Weiter ist die Elastizität der Kammern von Bedeutung: Wird der Ventrikel steifer, verschlechtert sich die diastolische Füllung. Eine Erhöhung der Vorlast führt über den <a title="Interner Link: Herz 6 - Anpassung der Herzarbeit" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/herzensangelegenheiten-6-herzfrequenz-volumina-und-deren-anpassung-oder-macht-das-herz-wirklich-alles-alleine/" target="_self">Frank-Starling-Mechanismus</a> zu einer Erhöhung des Schlagvolumens.</p>
<h4>Nachlast</h4>
<p>Als Nachlast (engl. <strong>Afterload</strong>) wird eine Kraft bezeichnet, welche den Herzmuskel beeinflusst. Sie wirkt dem Blutauswurf aus den Herzkammern (Ventrikel) in das <a title="Interner Link: Kreislauf 1 - Organisation, Arterien &amp; Venen, Wandbau, Kapillaren" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/21/kreis-laufer-1-organisation-des-herz-kreislauf-systems-wandbau-der-gefase-und-hilfreiche-vorrichtungen/">Blutgefäßsystem</a> des Körpers hinein entgegen. Sie kann am besten als Gesamtwiderstand der Aorta bzw. der Pulmonalarterie gegen den Bluteinstrom bezeichnet werden. Eine Erhöhung der Nachlast wirkt sich unmittelbar während der Herzkontraktion mit einer Erhöhung der Wandbelastung auf die jeweilige Herzkammer aus. Kurz: <em>Steigt der Widerstand in den Gefäßen, in welche das Blut ausgeworfen wird, so steigt auch die Druckbelastung in der Kammer</em>.</p>
<h3>Medikamentöse Beeinflussung der Vor- und Nachlast und die Bedeutung für Herzerkrankungen</h3>
<p>Bei Krankheiten wie der <em><a title="Interner Link: Herzinsuffizienz 1: Formen &amp; Stadien" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/herzinsuffizienz-1-formen-und-stadien/" target="_self">Herzinsuffizienz</a> </em>ist die <strong>Vorlast </strong>aufgrund der schlechten diastolischen Füllung erhöht. Als Folge dessen entstehen Ödeme, was (im Falle des Lungenödems) zur belastungsabhängigen <strong>Dyspnoe </strong>(= <em>Atemnot</em>) führt. Die Vorlast kann durch <a title="Interner Link: Herz 6 - Anpassung der Herzarbeit" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/herzensangelegenheiten-6-herzfrequenz-volumina-und-deren-anpassung-oder-macht-das-herz-wirklich-alles-alleine/">positiv inotrope</a> Substanzen (z.b. <a title="Interner Link: Herzglykoside (Digitalis)" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/digitalis-herzglykoside-ein-fingerhut-im-kampf-gegen-das-kranke-herz/">Herzglykoside</a>) oder auch <a title="Interner Link: ACE-Hemmer" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/ace-hemmer/">ACE-Hemmer</a> gesenkt werden. Die <strong>Nachlast </strong>ist ebenfalls pharmakologisch (= durch Medikamente) beeinflussbar und kann beispielsweise über den Einsatz arterieller Vasodilatatoren (<em>Vaso </em>= Gefäß, <em>Dilatation </em>= Erweiterung) (z. B. <a title="Interner Link: Kalzium-Antagonisten" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/kalzium-antagonisten/">Calciumantagonisten</a> vom Dihydropyridintyp) oder von <a title="Interner Link: Beta-Blocker" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/beta-rezeptoren-blocker/">Betablockern</a> gesenkt werden. ACE-Hemmer senken die Vorlast und auch die Nachlast.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>* Der Begriff &#8222;Windkessel&#8220; stammt aus der frühen Feuerwehrpumpentechnik: Es musste von Hand gepumpt werden, der Löschwasserstrahl wäre eigentlich nicht kontinuierlich, sondern schwallartig ausgeworfen worden, wenn es da nicht eine spezielle Vorrichtung gegeben hätte, die durch Aufdehnung und anschließender Rückkehr zur Ausgangslage einen stetigen Löschstrahl ermöglicht hätte: In den starrwandigen Schläuchen wurde durch Kompression einer Luftblase eine kontinuierliche Druckabgabe erzielt.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/640/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/640/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/640/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/640/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/640/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/640/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/640/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/640/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/640/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/640/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/640/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/640/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/640/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/640/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dekubitusprophylaxe.wordpress.com&amp;blog=7717681&amp;post=640&amp;subd=dekubitusprophylaxe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Kreis-Läufer [1]: Organisation des Herz-Kreislauf-Systems, Wandbau der Gefäße und hilfreiche Vorrichtungen</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 00:23:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kunstGRIFF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herz & Kreislauf]]></category>
		<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
		<category><![CDATA[Blutgefäße]]></category>
		<category><![CDATA[Physiologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie sind Blutgefäße aufgebaut? Was sind Venenklappen, was die Muskel-Venen-Pumpe? Und was hat der Windkessel mit dem Blutstrom zu tun? Das Herz-Kreislaufsystem sichert das Überleben des Organismus, indem es den Stoffwechsel jeder einzelnen Körperzelle versorgt und die chemischen und physiologischen &#8230; <a href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/21/kreis-laufer-1-organisation-des-herz-kreislauf-systems-wandbau-der-gefase-und-hilfreiche-vorrichtungen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dekubitusprophylaxe.wordpress.com&amp;blog=7717681&amp;post=626&amp;subd=dekubitusprophylaxe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sind Blutgefäße aufgebaut? Was sind Venenklappen, was die Muskel-Venen-Pumpe? Und was hat der Windkessel mit dem Blutstrom zu tun?</p>
<p>Das Herz-Kreislaufsystem sichert das Überleben des Organismus, indem es den Stoffwechsel jeder einzelnen Körperzelle versorgt und die chemischen und physiologischen Eigenschaften der Körperflüssigkeiten aufrecht erhält. Zum einen transportiert das Blut Sauerstoff aus den Lungen zu den Zellen und Kohlendioxid in entgegengesetzter Richtung (vgl. Atmung). Zum anderen werden aus der Verdauung gewonnene Nährstoffe wie Fette, Zucker oder Eiweiße aus dem Verdauungstrakt in die einzelnen Gewebe transportiert, um dort je nach Bedarf verbraucht, weiterverarbeitet oder gespeichert zu werden. Die entstandenen Stoffwechsel- oder Abfallprodukte (zum Beispiel Harnstoff oder Harnsäure) werden dann in anderes Gewebe oder zu den Ausscheidungsorganen (<a title="Interner Link: Nieren" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2009/05/21/die-nieren/">Nieren</a> und Dickdarm) transportiert. Außerdem verteilt das Blut auch Botenstoffe wie zum Beispiel Hormone, Zellen der <a title="Interner Link: Immunsystem &amp; Körperabwehr" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/13/wie-das-immunsystem-unseren-korper-verteidigt/">Körperabwehr</a> und Teile des Gerinnungssystems innerhalb des Körpers.<br />
Nur das <strong>Blut</strong>, welches den Bindegeweben zugerechnet wird, kann so umfassende, lebenswichtige Aufnahmen übernehmen. Das Gefäßsystem aus <strong>arteriellen und venösen Gefäßen</strong> und den <strong>Kapillaren </strong>gelangt in jeden erdenklichen Winkel des Körpers. Was von Nutzen ist, kann aber auch schaden: Über den Blutweg (= <em>hämatogen</em>) verteilen sich <a title="Interner Link: Bakterien &amp; Viren" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/12/bakterien-und-viren/">Erreger</a> und <a title="Interner Link: Krebs" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/15/tumor-was-ist-das/">Krebsmetastasen</a> schnell und ebenso effektiv im Körper.<br />
Wir unterscheiden zwei Kreisläufe, die jedoch funktionell untrennbar miteinander verknüpft sind: <strong>Lungen</strong>- und <strong>Körperkreislauf</strong>.</p>
<p><span id="more-626"></span>Bei Wirbeltieren fließt das Blut immer durch ein geschlossenes Netz aus Blutgefäßen (<strong>geschlossener Kreislauf</strong>), das alle lebenden Zellen erreicht. Herz, Blutgefäße und Blut bilden dabei das sog. <strong><a title="Interner Link: Herz 2 - Koronararterien &amp; Herzarbeit" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/16/herzensangelegenheiten-2-koronararterien-herzarbeit/">Herz</a>-Kreislauf-System</strong>. Bei den gleichwarmen Tieren, den Vögeln und Säugetieren (und wir sind Säugetiere!), besteht das Herz aus <a title="Interner Link: Herz 1 - Topographie, Herzinnenräume, Klappen, Herzbeutel" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/16/herzensangelegenheit-1-lage-innenraume-klappen-herzbeutel/">zwei Vorhöfen und zwei Kammern</a>, so dass eine <em>vollständige Trennung von sauerstoffreichem und sauerstoffarmem Blut</em> besteht.</p>
<p>Bei den wechselwarmen Tieren, also Fischen, Amphibien und Reptilien (zu denen wir definitv nicht gehören, soweit ich weiß!), findet hingegen eine Vermischung von sauerstoffreichem und sauerstoffarmem Blut im Herzen statt, weil nur eine oder zwei unvollständig getrennte Herzkammern vorliegen.</p>
<h3>Zwei Kreisläufe</h3>
<p><strong>Die beiden Kreisläufe des Körpers sind funktionell unabdingbar miteinander verbunden!!!</strong></p>
<h3>Der Körperkreislauf</h3>
<p>Der Körperkreislauf geht vom Herz (genauer: von der <a title="Interner Link: Herz 1 - Topographie, Herzinnenräume, Klappen, Herzbeutel" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/16/herzensangelegenheit-1-lage-innenraume-klappen-herzbeutel/"><em>linken Kammer</em></a>) über die <strong>Aorta </strong>in den Körper, wie der Name bereits andeutet. Die Aorta ist die Hauptschlagader des <strong>arteriellen Systems</strong>; von ihr zweigen zu allen erdenklichen Stellen des Körpers arterielle Gefäße ab, die Nährstoffe und Sauerstoff zu den Zellen bringen.</p>
<p>Damit aber nicht genug: An den <strong>Kapillaren</strong>, den Schnittstellen zwischen dem arteriellen und dem venösen System, werden die Nährstoffe und der Sauerstoff abgegeben und die Stoffwechselprodukte wie Kohlendioxid aufgenommen.</p>
<p>Diese gelangen dann im <strong>venösen System</strong> zurück zum Herz, wo sie über die <em>obere und untere Hohlvene</em> dem <a title="Interner Link: Herz 1 - Topographie, Herzinnenräume, Klappen, Herzbeutel" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/16/herzensangelegenheit-1-lage-innenraume-klappen-herzbeutel/">rechten Vorhof</a> zugeleitet werden.</p>
<p>Eine Sonderstellung in diesem System bildet die <strong>Pfortader</strong>. Sie sammelt das Blut der Bauchorgane, welches zwar sauerstoffarm, aber nach der Aufnahme der Nährstoffe aus der Nahrung über die Darmwand nährstoffreich ist, und führt es weiter zur Leber. Dafür verästeln sich die Blutgefäße ein weiteres Mal.</p>
<h3>Der Lungenkreislauf</h3>
<p>Nachdem das Blut den rechten Vorhof erreicht und passiert hat, wird es aus der <em>rechten Kammer</em> in den <strong>Truncus pulmunalis</strong>, aus dem die <strong>Lungenarterien </strong>hervorgeehen, ausgeworfen und zur <strong>Lunge </strong>gepumpt. Dort wird Kohlendioxid abgegeben, der abgeatmet wird, und das Blut dann wieder mit Sauerstoff beladen, der über die Atemluft zur Lunge (genauer: in die <em>Lungenbläschen</em>, die <em>Alveolen</em>) gelangt ist. Die <strong>Lungenvenen </strong>bringen das sauerstoffreiche Blut zum linken Vorhof, und durch die <a title="Interner Link: Herz 1 - Topographie, Herzinnenräume, Klappen, Herzbeutel" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/16/herzensangelegenheit-1-lage-innenraume-klappen-herzbeutel/"><em>linke Herzkammer</em></a> gelangt es in den <strong>Körperkreislauf</strong>.</p>
<p>Siehe dazu diese Abbildung:</p>
<div id="attachment_469" class="wp-caption alignnone" style="width: 464px"><a href="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/herz-innenraeume-blutfluss.jpg"><img class="size-full wp-image-469" title="herz-innenraeume-blutfluss" src="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/herz-innenraeume-blutfluss.jpg?w=584" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Herz: Blutfluss &amp; Innenräume</p></div>
<h3>Die Gefäße</h3>
<p>Es gibt 2 verschiedene Gefäßtypen: Die <strong>Venen </strong>und die <strong>Arterien</strong>. Die Gesamtheit der Venen wird <em>venöses System</em> genannt; analog dazu sprechen wir bei den Arterien vom <em>arteriellen System</em>. Gesunde Blutgefäße haben glatte, bewegliche Wände. Nur so ist ein ungehinderter Blutfluss ohne Verwirbelungen gewährleistet. Die <strong>Kapillaren</strong>, feinste Haargefäße, bilden an der Schnittstelle beider Systeme ein Netz aus und verbinden diese so. Sie sind also weder arteriell noch venös, sondern sowohl als auch.</p>
<h3>Gemeinsamer Wanddbau von Gefäßen</h3>
<p>Bei allen Unterschieden haben Venen und Arterien (und Lymphgefäße   ebenso) einen gemeinsamen Grundbauplan.<br />
Alle größeren Gefäße sind  prinzipiell <em>dreischichtig</em>:</p>
<ol>
<li><strong>Tunica interna</strong> (<strong>Tunica  intima</strong>), kurz: <strong>Intima </strong>oder <strong>Interna</strong>:  Besteht aus  einer einzelnen Lage von <strong><em>Endothel</em></strong>zellen (zum Lumen hin)  sowie darunter liegenden <a title="Interner Link: Bindegewebe" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/07/gut-verbunden-bindegewebe/">elastischen Bindegewebsfasern</a>.<br />
Unabhängig  von ihrem je nach Gefäßart unterschiedlichen Aufbau sind alle  Gefäße  aus dem Herz-Kreislauf-System mit einer einzelligen Lage von   Endothelzellen ausgekleidet. Endothel ist ein spezielles <a title="Interner Link: Epithelgewebe" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/06/gut-bedeckt-die-epithelgewebe/">Epithel</a> der  Blutgefäße.</li>
<li><strong>Tunica media</strong>, kurz: <strong>Media</strong>: Eine (mehr oder  weniger  ausgeprägte) <strong><em>Gefäßmuskelschicht</em></strong>. Unterschieden  werden die  herznahen Arterien vom <em>elastischen Typ</em> (siehe <em>Windkesselfunktion</em>)  und  die eher herzfernen Arterien vom <em>muskulären Typ</em>. Auch hier  finden wir <a title="Interner Link: Bindegewebe" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/07/gut-verbunden-bindegewebe/">elastisches (und kollagenes) Bindegewebe</a> &#8211;  beim elastischen  Typ mehr, beim muskulären Typ überwiegen die <a title="Interner Link: Muskulatur" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/08/die-muskulatur/">glatten Muskelfasern</a>.</li>
<li><strong>Tunica extern</strong>a (<strong>Tunica adventitia</strong>), kurz: <strong>Adventitia</strong>.   Das umgebende <a title="Interner Link: Bindegewebe" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/07/gut-verbunden-bindegewebe/">lockere Bindegewebe</a> zur Verankerung und Einbettung des   Blutgefäßes in seiner Umgebung. Bei größeren Gefäßen enthält es <strong>Vasa   vasorum</strong> (wörtlich überzetzt: Gefäße der Gefäße), also feine   Blutgefäße zur Versorgung der Gefäßwand. Bei kleineren Blutgefäßen   erfolgt die Versorgung aus dem Lumen des Gefäßes selbst über <a title="Interner Link: Molekularbewegung" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/05/basics-es-bewegt-sich-was/">Diffusion</a>.</li>
</ol>
<div id="attachment_649" class="wp-caption alignnone" style="width: 465px"><a href="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/arterien-venen-wandbau.jpg"><img class="size-full wp-image-649" title="arterien-venen-wandbau" src="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/arterien-venen-wandbau.jpg?w=584" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Arterien &amp; Venen: Wandbau</p></div>
<p>Die kleinsten und feinsten Gefäße, die <strong>Kapillaren</strong>,  bestehen  ausschließlich aus <strong>Endothel</strong>. Nur so können dort Stoffe  und Gase ausgetauscht werden.</p>
<h3>Das arterielle System</h3>
<p>Arterien transportieren das Blut pulsierend vom Herz weg zu den Organen und Geweben. Der am Hals und am Handgelenk besonders gut tastbare Puls entsteht während der sog. <strong>Systole</strong>: Der Druck ist dann am höchsten, wenn der Arterie gerade wieder eine neue Blutmenge zugeführt wird. (Aus diesem Grund heißen die Arterien auch <em>Schlagadern</em>.)</p>
<p>Arterien haben eine <em>dickere Muskelschicht</em> und sind <em>elastischer als Venen</em>, was sich durch den <em>höheren Druck im arteriellen Teil</em> des Kreislaufs erklärt. <em>Herznah </em>finden wir dabei vor allem <strong>Arterien vom elastischen Typ</strong>, <em>herzfern </em>(in der Peripherie) jene vom <strong>muskulären Typ</strong>. Vor allem die herzfernen Arterien (auch als <strong>Widerstandsgefäße </strong>bezeichnet) sind maßgeblich an der Aufrechterhaltung des Blutdrucks beteiligt, da sie durch Verengung ihres Durchmessers (die sog. <strong>Vasokonstriktion</strong>) den erforderlichen Blutdruck herstellen können.</p>
<p>Von der <strong>Aorta</strong>, der Hauptschlagader, gehen <strong>Arterien </strong>ab, die sich in immer kleinere <strong>Arteriolen </strong>aufzweigen und schließlich in den <strong>Kapillaren</strong> (Haargefäßen) münden. Dort gehen sie ins venöse System über.</p>
<p><em>Alle Gefäße, die vom Herz wegführen</em>, werden Arterien genannt und führen i.d.R. <strong>sauerstoffreiches </strong>(= <strong>oxygeniertes</strong>) Blut. Einzige <em>Ausnahme</em>: Die <strong>Lungenarterien</strong>, die das Blut vom Herzen zur Lunge transportieren, führen sauerstoffarmes Blut.</p>
<h4>Windkesselfunktion</h4>
<p>Die großen, herznahen Arterien haben zudem noch eine Besonderheit: Die <strong>Windkesselfunktion</strong>. Sie sorgt trotz des pulsierenden Blutauswurfs aus der Kammer während der Diastole für einen kontinuierlichen Blutfluss und wird <a title="Interner Link: Kreislauf 2 - Windkessel, Vor- &amp; Nachlast" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/21/kreis-laufer-2-von-windkesseln-und-lasten/">hier besprochen</a>.</p>
<h3>Das venöse System</h3>
<p><em>Alle Gefäße, die zum Herz hinführen</em>, werden Venen genannt. Sie transportieren Blut aus den Organen und Geweben zum Herzen und unterscheiden sich etwas von den Arterien: Ihre Wand ist <em>generell etwas dünner </em>und <em>weniger elastisch</em>, die <em>Muskelschicht etwas weniger dick</em>, und die <em>Intima besitzt</em> <strong>Venenklappen</strong>. Diese sichern den gerichteten Blutstrom herzwärts. Blut kann in Richtung des Herzens passieren, aber nicht wieder zurück in die Richtung, aus der es gekommen ist: Durch Druck durch das Blut oberhalb der Klappen schließen sich diese, und wie ein Ventil sorgen sie dafür, dass das Blut nicht wieder zurück fließt. [Vgl. obige Abbildung.]</p>
<p>Nahezu alle Venen führen <strong>sauerstoffarmes </strong>(= <strong>desoxygeniertes</strong>), aber <strong>kohlendioxidreiches </strong>Blut. Die einzige Ausnahme stellen die <strong>Lungenvenen </strong>dar: Sie transportieren sauerstoffreiches Blut, das kurz zuvor in der Lunge mit Sauerstoff beladen wurde. Vom Wandbau her handelt es sich bei diesen Gefäßen, die Blut zum Herzen hinführen, um Venen.</p>
<p>Nach den Kapillaren beginnt das venöse System mit kleineren Venen, den <strong>Venolen</strong>, die sich zu immer größeren <strong>Venen </strong>zusammenschließen. Die größten Venen des Körpers (und die vom Lumen her größten unseres Körpers) sind die <strong>obere </strong>und <strong>untere Hohlvene</strong> (<strong>Vena cava superior</strong> und <strong>inferior</strong>), die in den rechten Vorhof münden.</p>
<p>Da Venen prinzipiell eine dünnere Wand mit einer geringeren <a title="Interner Link: Muskulatur" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/08/die-muskulatur/">Muskelschicht</a> haben, brauchen sie ein wenig &#8222;Hilfe&#8220;, um das Blut zum Herzen zu bringen. Man denke nur mal an die Venen vom Fuß aufwärts, die den venösen Rückfluss entgegen der Schwerkraft bewerkstelligen müssen.</p>
<p>Die Venenklappen haben wir bereits oben erwähnt. Hinzu kommt der <em>Druck, der beim Auswurf von Blut entsteht</em>, sowie die <em>Sogwirkung bei der Befüllung der Herzvorhöfe</em>. Ganz entscheidend aber ist die <strong>Muskelpumpe</strong>: Durch Kontraktion der Skelettmuskulatur verdickt sich diese etwas und drückt auf die Venen. [Siehe dazu die Abbildung oben.]<br />
Ja, und dann haben die arteriellen Gefäße bei jeder Pulswelle einen ähnlichen Effekt: Da sie elastisch sind und sich der Druck des Blutauswurfes aus dem Herzen auf ihre Wand überträgt, &#8222;massieren&#8220; auch sie die Venen.<br />
Dazu muss noch gesagt werden, dass Arterien und Venen immer benachbart durch die Körperregionen ziehen &#8212; nur dann klappt die &#8222;Massage&#8220;.</p>
<div id="attachment_648" class="wp-caption alignnone" style="width: 465px"><a href="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/venenklappen-muskelvenenpumpe-venenarterienpumpe.jpg"><img class="size-full wp-image-648" title="venenklappen-muskelvenenpumpe-venenarterienpumpe" src="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/venenklappen-muskelvenenpumpe-venenarterienpumpe.jpg?w=584" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Venen: Venenklappen, Arterien-Venen-Pumpe, Muskel-Venen-Pumpe</p></div>
<p>Bei immobilen, bettlägrigen Patienten können wir ganz einfach bei der Körperwaschung diesen Effekt simulieren: Wir streichen die Beine <em>herzwärts</em> aus. Zusätzlich können wir bei der passiven Bewegung der Gliedmaßen, die im Rahmen der Kontrakturenprophylaxe durchgeführt werden, auch etwas dazu beitragen.</p>
<p><strong>Achtung! </strong><em>Kontraindiziert </em>bei der dekompensierten Herzinsuffizienz (die Vorlast wird erhöht), bei Schmerzen in den Beinen (Verdacht auf eine Phlebohrombose mit möglicher Lösung des Thrombus und nachfolgender Embolie) und ausgeprägten Varizen. (Ob die Vorlast sich nennenswert erhöht, kann bei Patienten auf der Intensivstation über den <strong><em>ZVD</em></strong> = zentralen Venendruck ermittelt werden.)</p>
<h3>Kapillaren</h3>
<p>Die <strong>Kapillaren</strong>, auch Haargefäße genannt, verbinden die Arteriolen und Venolen durch ein Netzwerk von mikroskopisch kleinen Gefäßen. Hier findet der Stoff- und Gasaustausch statt.</p>
<h3>Verteilung des Blutes</h3>
<p>In den Venen befindet sich immer etwa 75% des gesamten Körperblutes (<em>Kapazitätsgefäße</em>), ca. 20% in den Arterien (<em>Druckgefäße</em>) und nur etwa 5% in den Kapillaren.</p>
<h3>Begriffe und Abkürzungen</h3>
<p>Der von Natur aus schreibfaule Mediziner kürzt das Wort &#8222;Arterie&#8220; mit <strong>A</strong>. ab. Sind mehrere gemeint, so werden einfach zwei Buchstaben benutzt: <strong>Aa</strong>..<br />
Für Venen gilt vergleichbares: <strong>V</strong>. für eine, <strong>Vv</strong>. für mehrere Venen.</p>
<p>Über den Begriff &#8222;<strong>Vas</strong>&#8220; stolpern wir immer mal wieder. Der meint nichts anderes als Gefäß. Mehrere von der Sorte heißen Vasa, was bitte nicht mit einer schwedischen Knäckebrot-Sorte in Verbindung zu bringen ist.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/626/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/626/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/626/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/626/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/626/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/626/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/626/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/626/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/626/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/626/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/626/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/626/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/626/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/626/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dekubitusprophylaxe.wordpress.com&amp;blog=7717681&amp;post=626&amp;subd=dekubitusprophylaxe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Herz aus dem Takt [5]: Medikamentöse Therapie &#8212; Antiarrhythmika</title>
		<link>http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/20/herz-aus-dem-takt-5-medikamentose-therapie-antiarrhythmika/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 09:31:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kunstGRIFF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herz & Kreislauf]]></category>
		<category><![CDATA[Herzerkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente]]></category>

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		<description><![CDATA[Einteilung der Antiarrhythmika nach Wirkmechanismus Medikamente aus verschiedenen Substanzgruppen (Natrium-Antagonisten, Beta-Blocker,  Kalium-Antagonisten, Kalzium-Antagonisten), die nach ihrem Wirkmechanismus eingeteilt werden (n. Vaughan/Williams): Ia-c: Na+-Antagonisten: unterschiedliche Wirkung auf das Myokard → hemmen den Einstrom von Natrium in die Zellen. (1a: Aktionspotential wird &#8230; <a href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/20/herz-aus-dem-takt-5-medikamentose-therapie-antiarrhythmika/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dekubitusprophylaxe.wordpress.com&amp;blog=7717681&amp;post=606&amp;subd=dekubitusprophylaxe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Einteilung der Antiarrhythmika  nach Wirkmechanismus</h3>
<p>Medikamente aus verschiedenen Substanzgruppen (<strong>Natrium-Antagonisten</strong>, <a title="Interner Link: Beta-Blocker" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/beta-rezeptoren-blocker/"><strong>Beta-Blocker</strong></a>,  <strong>Kalium-Antagonisten<strong>, </strong></strong><a title="Interner Link: Kalzium-Antagonisten" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/kalzium-antagonisten/"><strong>Kalzium<sup></sup>-Antagonisten</strong></a>), die <em>nach ihrem</em> <strong>Wirkmechanismus </strong><em>eingeteilt </em>werden (n. Vaughan/Williams):<span id="more-606"></span></p>
<ul>
<li><strong>Ia-c</strong>: <strong>Na<sup>+</sup>-Antagonisten</strong>: unterschiedliche Wirkung auf das <a title="Interner Link: Herz 3 -- Erregung &amp; Myokard" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/16/herzangelegenheiten-3-erregungsbildung-und-leitung/">Myokard</a> → <em>hemmen</em> den <em>Einstrom von <a title="Interner Link: Rolle der E'lyte" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/11/die-rolle-der-elektrolyte/">Natrium</a> in die Zellen</em>. (<em>1a</em>: Aktionspotential wird verlängert; <em>1b</em>: Aktionspotential wird verkürzt; <em>1c</em>: Aktionspotential bleibt unverändert, dafür verlängert sich die Refraktärzeit.) [Aktionspotential? Refraktärzeit? → <a title="Interner Link: Herz 7 - Potentiale &amp; Refraktärzeit" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/herzensangelegenheiten-7-von-aktion-ruhe-und-nicht-erregbarkeit/" target="_self">guckst du hier</a>!]</li>
<li><strong>II</strong>: <strong>Beta-Blocker</strong>: <em>Reduzierung der Erregbarkeit des Herzmuskels</em>, weil sie die Betarezeptoren, die durch Adrenalin angeregt werden, blockieren. Dadurch <em>sinkt </em>die <em>Herzfrequenz</em>.<br />
[Einsatz auc h bei <a title="Interner Link: Beta-Blocker" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/beta-rezeptoren-blocker/" target="_self">Herzinsuffizienz, KHK und Hypertonie</a>.]</li>
<li><strong>III</strong>: <strong>K<sup>+</sup>-Antagonisten</strong>: <em>Hemmen</em> den <em><a title="Interner Link: Rolle der E'lyte" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/11/die-rolle-der-elektrolyte/">Kalium</a>ausstrom aus den Zellen</em>, was eine <em>Verlängerung der <a title="Interner Link: Herz 7 - Potentiale &amp; Refraktärzeit" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/herzensangelegenheiten-7-von-aktion-ruhe-und-nicht-erregbarkeit/" target="_self">Aktionspotentialdauer</a></em> bewirkt. Folge: Herzfrequenz sinkt, zugleich Beta-Block.</li>
<li><strong>IV</strong>:  <strong>Ca<sup>2+</sup>-Antagonisten</strong>: Der langsame <em><a title="Interner Link: Rolle der E'lyte" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/11/die-rolle-der-elektrolyte/">Kalzium</a>einstrom in die Zellen </em>wird <em>gehemmt</em>, dadurch <em>sinken <a title="Interner Link: Herz 3 -- Erregung &amp; Myokard" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/16/herzangelegenheiten-3-erregungsbildung-und-leitung/">Erregungsbildung und<br />
Erregungsausbreitung</a></em>. Effekt auch hier: Verlangsamung des Herzschlags.<br />
[<a title="Interner Link: Kalzium-Antagonisten" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/kalzium-antagonisten/">Einsatz auch bei anderen Herzerkrankungen</a>.]</li>
</ul>
<p>Die Wirkung der einzelnen Wirkstoffe ist von den verschiedenen Auswirkungen abhängig, die sie auf die elektrischen Abläufe in den Herzmuskelzellen haben. Zum Verständnis der unterschiedlichen Wirkungsmechanismen sind zwei Begriffe wichtig, die bei der Erregungsleitung des Herzens eine Rolle spielen: <strong>Aktionspotential </strong>und<strong> Refraktärperiode</strong>. (<a title="Interner Link: Herz 7 - Potentiale &amp; Refraktärzeit" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/herzensangelegenheiten-7-von-aktion-ruhe-und-nicht-erregbarkeit/">Erklärung hier</a>.)</p>
<h3>Einstellung</h3>
<ul>
<li>Mehrere Präparate in Folge testen, bis das wirksame entdeckt wurde; ggf. Kombi-Therapie.</li>
<li>Erweiterte Therapie (v.a. bei <em>Tachyarrhythmia absoluta</em>) mit <a title="Interner Link: Herzglykoside (Digitalis)" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/digitalis-herzglykoside-ein-fingerhut-im-kampf-gegen-das-kranke-herz/">Digitalisglykosiden</a>.</li>
</ul>
<h3>Nebenwirkungen</h3>
<ul>
<li>Übelkeit</li>
<li>zentralvenöse Störungen</li>
<li>Herz: <a title="Interner Link: Herz 6 - Anpassung der Herzarbeit" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/herzensangelegenheiten-6-herzfrequenz-volumina-und-deren-anpassung-oder-macht-das-herz-wirklich-alles-alleine/">negative Inotropie</a> (Kontraktionskraft sinkt; Gefahr dabei: eine bisher kompensierte HI entgleist);  z.T. unvorhersehbare lebensgefährliche Rhythmusstörungen.</li>
</ul>
<h3>Achtung!</h3>
<p>Werden zurückhaltend eingesetzt, weil zwar das EKG-Bild besser wird, aber nicht die Prognose der grundlegenden Erkrankung!</p>
<h3>Kontrollen</h3>
<p>Wie ist der Therapieerfolg? Erfasst werden: Herzfrequenz, Pulsqualität, RR. Liegt eine Dyspnoe vor? Wie  ist der AZ (Allgemeinzustand)?<br />
Gibt es Nebenwirkungen? Neue Beschwerden? Oder therapieinduzierte neue Rhythmusstörungen?<br />
EKG-Monitoring bei i.v.-Gabe.</p>
<h3>Präparate &amp; Wirkstoffe</h3>
<p>(Auf die Abbildung kllicken, dann kommt die Tabelle in groß. Dann <em>Rechtsklick &gt; Grafik speichern unter</em>. Legende der Abkürzungen unterhalb der Tabelle.)</p>
<div id="attachment_607" class="wp-caption alignnone" style="width: 465px"><a href="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/antiarrhythmika.jpg"><img class="size-full wp-image-607" title="antiarrhythmika" src="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/antiarrhythmika.jpg?w=584" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Antiarrhythmika</p></div>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/606/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/606/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/606/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/606/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/606/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/606/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/606/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/606/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/606/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/606/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/606/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/606/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/606/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/606/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dekubitusprophylaxe.wordpress.com&amp;blog=7717681&amp;post=606&amp;subd=dekubitusprophylaxe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Herz aus dem Takt [4]: Bradykarde Herzrhythmusstörungen</title>
		<link>http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/20/herz-aus-dem-takt-4-bradykarde-herzrhythmusstorungen/</link>
		<comments>http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/20/herz-aus-dem-takt-4-bradykarde-herzrhythmusstorungen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 08:58:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kunstGRIFF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herz & Kreislauf]]></category>
		<category><![CDATA[Herzerkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Pathologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/?p=601</guid>
		<description><![CDATA[Definition Bradykarde Herzrhythmusstörung: Herzrhythmusstörung mit Herzfrequenz &#60; 60 Kammerkontraktionen/Min. (Auch der AV-Block III. Grades und der Schenkelblock verursachen eine Bradykardie, wurden aber bereits bei den Reizleitungsstörungen besprochen). Dazu zählen die Sinusbradykardie, das Sick-Sinus-Syndrome und das Karotissinus-Syndrom. Sinusbradykardie Bei Sinusbradykardien gehen &#8230; <a href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/20/herz-aus-dem-takt-4-bradykarde-herzrhythmusstorungen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dekubitusprophylaxe.wordpress.com&amp;blog=7717681&amp;post=601&amp;subd=dekubitusprophylaxe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Definition Bradykarde Herzrhythmusstörung</strong>: Herzrhythmusstörung mit <em><a title="Interner Link: Herz 6 - Anpassung der Herzarbeit" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/herzensangelegenheiten-6-herzfrequenz-volumina-und-deren-anpassung-oder-macht-das-herz-wirklich-alles-alleine/">Herzfrequenz</a> &lt; 60 Kammerkontraktionen/Min</em>.<br />
(Auch der <em>AV-Block III. Grades</em> und der <em>Schenkelblock</em> verursachen eine Bradykardie, wurden aber bereits bei den <a title="Interner Link: Herzrhythmusstörungen 4 - Reizleitungsstörungen" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/19/herz-aus-dem-takt-3-storungen-in-der-erregungsleitung/" target="_self">Reizleitungsstörungen </a>besprochen).<br />
Dazu zählen die Sinusbradykardie, das Sick-Sinus-Syndrome und das Karotissinus-Syndrom.<span id="more-601"></span></p>
<h3>Sinusbradykardie</h3>
<p>Bei Sinusbradykardien <em>gehen</em> die Erregungen <em>vom Sinusknoten aus</em>, die Herzfrequenz liegt <em>unter 60 Kontraktionen/Min</em>. Sinusbradykardien werden meist nur zufällig diagnostiziert, eine Behandlung ist in der Regel nicht erforderlich.</p>
<h3>Sinusknoten-Syndrom (Sick-sinus-Syndrome)</h3>
<p><strong>Definition</strong>: Auch <strong>Sick-Sinus-Syndrome</strong>, kurz <em><strong>SSS</strong></em>, zu deutsch <strong>Syndrom des kranken Sinusknotens</strong>, kurz <strong><em>SKS</em></strong>) genannt. Eine Reihe von Herzrhythmusstörungen durch <em>gestörte Sinusknotenfunktion</em>, oft im Rahmen einer KHK.<br />
<strong>Klinik &amp; Symptome</strong>: Das Sinusknoten-Syndrom zeigt sich vor allem durch anhaltende Sinusknotenbradykardie, Sinusknotenstillstand oder einen Wechsel von brady- und tachykarden Herzrhythmusstörungen (<em>Bradykardie-Tachykardie-Syndrom</em>) mit entsprechenden Beschwerden.<br />
<strong>Therapie</strong>: <em>Herzschrittmacherimplantation</em>. Oft ist zusätzlich eine <em>medikamentöse </em>Therapie erforderlich.</p>
<h3>Karotissinus-Syndrom</h3>
<p><strong>Definition</strong>: Durch Druck auf den <em>Sinus caroticus</em> (Erweiterung an der Gabelung der A. carotis communis mit intravasalen, also im Gefäß gelegenen Druckrezeptoren) wird reflektorisch (= hervorgerufen durch einen Reflex)  eine <em>Bradykardie bis hin zum Herzstillstand</em> und eine <em>Gefäßweitstellung</em> ausgelöst.<br />
<strong>Symptome</strong>: Bei bestimmten Kopfbewegungen zeigt sich Schwindel, sogar eine Bewusstlosigkeit kann folgen.<br />
<strong>Diagnose</strong>: Durch einen <em>Karotis-Druckversuch</em> gestellt: Dabei wird die Karotisgabelung vom Arzt unter EKG-Kontrolle und in Reanimationsbereitschaft massiert und die Herz-Kreislauf-Reaktionen des Patienten beobachtet.<br />
<strong>Therapie</strong>: Einzig wirksame Behandlung ist die <em>Implantation eines Herzschrittmachers</em>.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/601/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/601/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/601/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/601/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/601/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/601/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/601/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/601/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/601/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/601/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/601/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/601/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/601/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/601/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dekubitusprophylaxe.wordpress.com&amp;blog=7717681&amp;post=601&amp;subd=dekubitusprophylaxe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Herz aus dem Takt [3]: Störungen in der Erregungsleitung</title>
		<link>http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/19/herz-aus-dem-takt-3-storungen-in-der-erregungsleitung/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 21:10:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kunstGRIFF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herz & Kreislauf]]></category>
		<category><![CDATA[Herzerkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Pathologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/?p=592</guid>
		<description><![CDATA[Erregungsleitungsstörungen (Reizleitungsstörungen) Definition: Die normale Erregung aus dem Sinusknoten wird nicht auf normalem Weg und in normaler Geschwindigkeit bis zum Myokard weitergeleitet. Zu dieser Gruppe von Erkrankungen gehören Präexzitationssyndrome wie das WPW-Syndrom, Reizleitungsverzögerungen, AV-Blockierungen und Schenkelblockierungen. Präexzitationssyndrome Bei diesen Rhythmusstörungen &#8230; <a href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/19/herz-aus-dem-takt-3-storungen-in-der-erregungsleitung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dekubitusprophylaxe.wordpress.com&amp;blog=7717681&amp;post=592&amp;subd=dekubitusprophylaxe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Erregungsleitungsstörungen (Reizleitungsstörungen)</h3>
<p><strong>Definition</strong>: Die normale <a title="Interner Link: Herz 3 -- Erregung &amp; Myokard" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/16/herzangelegenheiten-3-erregungsbildung-und-leitung/">Erregung aus dem Sinusknoten</a> wird <em>nicht auf normalem Weg und in normaler Geschwindigkeit</em> bis zum Myokard weitergeleitet.<br />
Zu dieser Gruppe von Erkrankungen gehören Präexzitationssyndrome wie das WPW-Syndrom, Reizleitungsverzögerungen, AV-Blockierungen und Schenkelblockierungen.<span id="more-592"></span></p>
<h3><strong>Präexzitationssyndrome </strong></h3>
<p>Bei diesen Rhythmusstörungen wie z.B. dem <em>WPW-Syndrom</em> (Wolff-Parkinson-White-Syndrom) wird die Vorhoferregung nicht über den AV-Knoten geleitet, sondern über einen zusätzlichen, schnelleren Leitungsweg zwischen Vorhöfen und Kammern (quasi eine Art Abkürzung). Dies führt zu einer verfrühten Kammererregung. [<em>Prä</em> = Vor, <em>Exzitation </em>= Erregung (spezifische Reaktion erregbarer Systeme auf einen äußeren oder inneren Reiz)]<br />
Gefährdung durch die Möglichkeit &#8222;kreisender Erregungen&#8220; (<strong>Reentry-Tachykardien</strong>), einer Art elektrischem Kurzschluss mit vom Vorhof ausgehender <a title="Interner Link: Herzrhythmusstörungen 2 - Tachykardien" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/19/herz-aus-dem-takt-2-tachykarde-herzrhythmusstorungen/">paroxysmaler supraventrikulärer Tachykardie</a>.</p>
<p><strong>Therapie</strong>: Das <em>Herzrasen </em>kann oft durch reflektorische Steigerung des Vagotonus (z.B. <em>Karotisdruckversuch</em>) beendet werden. Ansonsten müssen <em>Antiarrhythmika</em>, vorzugsweise Ajmalin (z.B. Gilurytmal ®) i.v. gespritzt werden.<br />
Gelegentlich ist im Anschluss an die akute Rhythmisierung eine medikamentöse Prophylaxe mit anderen <em>Antiarrhythmika </em>erforderlich.<br />
Alternativ muss wegen der Nebenwirkungen der Langzeittherapie eine Durchtrennung des zusätzlichen Leitungswegs erwogen werden, die durch Anwendung von Hochfrequenzsströmen über einen Katheter möglich ist (<strong>Katheterablation</strong>). [<em>Ablation </em>= Abtragung oder Verödung von Gewebe.]</p>
<h3>Reizleitungsverzögerungen</h3>
<h4>SA-Block (Sinuatrialer Block)</h4>
<p><strong>Definition</strong>: <em>Verzögerte</em> oder <em>unterbrochene Erregungsleitung vom Sinusknoten zur Vorhofmuskulatur</em>.<br />
<strong>Klinik</strong>: Bei einer unterbrochenen Erregungsleitung erreicht somit auch den AV-Knoten keine Erregung mehr, und dieser übernimmt nach einer gewissen Pause die Erregungsbildung (Knotenrhythmus mit einer Frequenz von 40 -60/Min.). Ist diese Pause zu lang, kann es zur <strong>Synkope </strong>kommen.</p>
<h4>AV-Block (Atrioventrikulärer Block)</h4>
<p><strong>Definition</strong>: <em>Verzögerte</em> oder <em>unterbrochene Erregungsleitung von den Vorhöfen zu den Kammern</em>.<br />
<strong>Typen</strong>:</p>
<ul>
<li><strong>AV-Block I. Grades</strong>: Überleitung verzögert, aber nicht aufgehoben. Im EKG ist die PQ-Zeit verlängert. Eine Behandlung ist meist nicht erforderlich.</li>
<li><strong>AV-Block II. Grades</strong>. Überleitung nicht nur verzögert, sondern intermittierend (= nicht durchgehend, sondern mit Pausen) werden Vorhofaktionen nicht zu den Kammern übergeleitet:<strong><em><br />
Typ I</em></strong>: Überleitung verzögert sich immer mehr, bis schließlich eine Überleitung ausfällt. Der Puls ist unregelmäßig.<strong><em><br />
Typ II</em></strong>: Vorhoferregungen werden  in einem bestimmten Rhythmus übergeleitet:<br />
<em>2 : 1-Überleitung</em>: nur jede zweite, <em>3 : 1-Überleitung</em>: nur jede dritte usw.<br />
Bei wechselndem Überleitungsverhältnis ist der Puls unregelmäßig, sonst regelmäßig und eher bradykard (zu langsam).</li>
<li><strong>AV-Block III. Grades</strong>: Überleitung der Vorhoferregung auf die Kammern ist aufgehoben, so dass Vorhöfe und Kammern unabhängig voneinander schlagen (<em>AV-Dissoziation</em>). Die Kammerfrequenz ist mit weniger als 40 Schlägen/Min. sehr niedrig, und es können sich Zeichen einer Herzinsuffizienz entwickeln. Es besteht die Gefahr der zerebralen (= Hirn) Durchblutungsminderung mit Synkopen (<em>Adams-Stokes-Anfall</em>). Daher muss der AV-Block III. Grades zunächst <em>medikamentös </em>(z.B. mit Atropin oder Orciprenalin) oder mit Hilfe eines <em>passageren Schrittmachers</em> (zeitlich begrenzte Stimulation über einen externen Schrittmacher), dann durch Einsetzen eines (permanenten) <em>Schrittmachers </em>behandelt werden.</li>
</ul>
<div id="attachment_598" class="wp-caption alignnone" style="width: 465px"><a href="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/av-block.jpg"><img class="size-full wp-image-598" title="av-block" src="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/av-block.jpg?w=584" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">AV-Blockierungen</p></div>
<p><strong>Achtung!</strong> Arzneimittel-Überdosierungen müssen als Ursache unbedingt ausgeschlossen werden. Eine (Herzschrittmacher-) Behandlung ist erforderlich, falls sich Symptome wie Synkopen oder Belastungsdyspnoe zeigen (meist bei Typ II).</p>
<h4>Schenkelblockierungen</h4>
<p><strong>Definition</strong>: Auch <strong>intraventrikulärer</strong> (<em>intra </em>= innerhalb, <em>ventrikulär </em>= Kammer) <strong>Block </strong>genannt. Verzögerte oder unterbrochene Reizleitung in rechtem und/oder linkem Kammerschenkel (<strong>Rechtsschenkelblock</strong>, kurz <em><strong>RSB</strong></em>, bzw. <strong>Linksschenkelblock</strong>, kurz <strong><em>LSB</em></strong>). Schenkelblockierungen betreffen die <em>Reizleitung innerhalb der Herzkammern</em> über die Tawara-(Kammer-) Schenkel.<br />
<strong>Symptome</strong>: Die Blockade eines Schenkels ist meist asymptomatisch (= ohne Krankheitszeichen), da die etwas verzögerte Erregung der betroffenen Kammer ohne hämodynamische Konsequenzen (= ohne Folgen auf die Bewegung des Blutflusses) bleibt. Bei Blockade beider Schenkel muss das Kammermyokard selber die Erregung bilden. Die Kammereigenfrequenz von etwa 40 Schlägen/Minute ist jedoch für eine ausreichende Blutversorgung des Organismus zu gering (vergleiche AV-Block III. Grades).<br />
<strong>Therapie</strong>: Implantation eines <em>Schrittmachers </em>bei zu geringer Kammerfrequenz.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/592/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/592/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/592/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/592/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/592/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/592/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/592/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/592/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/592/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/592/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/592/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/592/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/592/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/592/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dekubitusprophylaxe.wordpress.com&amp;blog=7717681&amp;post=592&amp;subd=dekubitusprophylaxe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">av-block</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Herz aus dem Takt [2]: Tachykarde Herzrhythmusstörungen</title>
		<link>http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/19/herz-aus-dem-takt-2-tachykarde-herzrhythmusstorungen/</link>
		<comments>http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/19/herz-aus-dem-takt-2-tachykarde-herzrhythmusstorungen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 09:13:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kunstGRIFF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herz & Kreislauf]]></category>
		<category><![CDATA[Herzerkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Pathologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/?p=581</guid>
		<description><![CDATA[Tachykarde Herzrhythmusstörungen Herzrhythmusstörung mit einer Herzfrequenz über 100 Herzmuskelkontraktionen/Minute. Bei Überschreiten einer bestimmten Herzfrequenz wird mit zunehmender Herzfrequenz immer weniger Blut in das Kreislaufsystem gepumpt, weil den Kammern nicht genügend Zeit zur Erschlaffung und Neufüllung verbleibt oder die Herzmuskelkontraktionen zu &#8230; <a href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/19/herz-aus-dem-takt-2-tachykarde-herzrhythmusstorungen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dekubitusprophylaxe.wordpress.com&amp;blog=7717681&amp;post=581&amp;subd=dekubitusprophylaxe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Tachykarde Herzrhythmusstörungen</h3>
<p><em>Herzrhythmusstörung mit einer <a title="Interner Link: Herz 6 - Anpassung der Herzarbeit" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/herzensangelegenheiten-6-herzfrequenz-volumina-und-deren-anpassung-oder-macht-das-herz-wirklich-alles-alleine/">Herzfrequenz</a> über 100 Herzmuskelkontraktionen/Minute.</em><br />
Bei Überschreiten einer bestimmten Herzfrequenz wird mit zunehmender Herzfrequenz immer weniger Blut in das Kreislaufsystem gepumpt, weil den <a title="Interner Link: Herz 1 - Topographie, Herzinnenräume, Klappen, Herzbeutel" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/16/herzensangelegenheit-1-lage-innenraume-klappen-herzbeutel/">Kammern</a> nicht genügend Zeit zur <a title="Interner Link: Herz 2 - Koronararterien &amp; Herzarbeit" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/16/herzensangelegenheiten-2-koronararterien-herzarbeit/">Erschlaffung und Neufüllung</a> verbleibt oder die Herzmuskelkontraktionen zu schwach und unkoordiniert sind.<br />
Unterschieden werden:</p>
<ul>
<li><strong>Supraventrikuläre Tachykardien</strong> (<em>supra </em>= über; <em>ventriculus </em>= Kammer), bei denen das <em>Erregungsbildungszentrum in den Vorhöfen</em> liegt.</li>
<li><strong>Ventrikuläre Tachykardien</strong> (<strong>Kammertachykardie</strong>), bei denen das <em>Erregungsbildungszentrum in den Herzkammern</em> liegt.</li>
</ul>
<p><strong>Notfall!!!</strong> Ventrikuläre Tachykardien sind <span id="more-581"></span>immer <span style="text-decoration:underline;">lebensgefährlich</span>!</p>
<h3>Supraventrikuläre Tachykardien</h3>
<h4>Paroxysmale supraventrikuläre Tachykardie</h4>
<p><strong>Definition: </strong>Anfallsartige von den Vorhöfen ausgehende Erregungen, die alle auf die Kammern übergeleitet werden. Frequenzen bis 200/Minute.<br />
<strong>Klinik:</strong> Herzrasen, manchmal mit Schwindel, plötzlich auftretend.<br />
<strong>Therapie:</strong> Ggf. Antiarrhythmika. <em>Erstmaßnahme</em>: Kalte Getränke trinken (steigern des <em>Vagotonus </em>[permanente Spannungszustand des parasympathischen Systems]).</p>
<div id="attachment_594" class="wp-caption alignnone" style="width: 464px"><a href="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/paroxysmale-supravent-tachykardie.jpg"><img class="size-full wp-image-594" title="paroxysmale-supravent-tachykardie" src="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/paroxysmale-supravent-tachykardie.jpg?w=584" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Paroxysmale (anfallsartige) supraventrikuläre Tachykardie</p></div>
<h4>Sinusknotentachykardie</h4>
<p><strong>Definition:</strong> Selten arrhythmische Erregungen bis 160/Minute, ausgehend vom Sinusknoten. Ausgelöst durch körperliche Belastungen, mentalen Stress, Fieber, Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion), Koffein und andere <a title="Interner Link: Herz 6 - Anpassung der Herzarbeit" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/herzensangelegenheiten-6-herzfrequenz-volumina-und-deren-anpassung-oder-macht-das-herz-wirklich-alles-alleine/">positiv chronotope</a> Substanzen (wie Medikamente, Drogen&#8230;).<br />
<strong>Therapie:</strong> Wenn die Beseitigung der Ursachen das Problem nicht behebt, gibt man ggf. Antiarrhythmika.</p>
<h4>Vorhofflattern</h4>
<p><strong>Definition: </strong>Vorhoffrequenz von 250-350/Minute, dabei wird nicht jede Erregung auf die Kammern übergeleitet, sondern nur jede 2. oder 3. (2:1- oder 3:1-Überleitung). Die Kammern haben dabei eine Frequenz von 125-150/Minute.<br />
<strong>Klinik:</strong> Neben Herzrasen und Schwäche besteht die <em>Gefahr von Thrombenbildungen</em>, va. in den Herzohren.<br />
<strong>Therapie:</strong> Antiarrhythmika, Thromboseprophylaxe.</p>
<div id="attachment_595" class="wp-caption alignnone" style="width: 464px"><a href="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/vorhofflattern.jpg"><img class="size-full wp-image-595" title="vorhofflattern" src="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/vorhofflattern.jpg?w=584" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Supraventrikuläre Tachykardie: Vorhofflattern</p></div>
<h4>Vorhofflimmern</h4>
<p><strong>Definition: </strong>Vorhoffrequenz &gt; 350 mit unregelmäßiger Kammerüberleitung. Die Kammerfrequenzen liegen im Bereich des Vorhofflatterns. Meist sind Klappenfehler verantwortlich, die zu einer Überbelastung deer Vorhöfe führen.<br />
<strong>Klinik:</strong> Absolute Arrhythmie, Synkopen (Kreislaufkollaps), Dyspnoe (= Atemnot).<br />
<strong>Therapie:</strong> initial Digitalis-Gabe, dann Antiarrhythmika. Thromboseprophylaxe &amp; Antikoagulation.</p>
<div id="attachment_637" class="wp-caption alignnone" style="width: 464px"><a href="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/absolute-arrhythmie-vorhofflimmern.jpg"><img class="size-full wp-image-637" title="absolute-arrhythmie-vorhofflimmern" src="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/absolute-arrhythmie-vorhofflimmern.jpg?w=584" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Absolute Arrhythmie mit Vorhofflimmern</p></div>
<h3>Ventrikuläre Tachykardien (Kammertachykardie)</h3>
<p><strong>Definition</strong>: <em>Tachykardie mit über 100 Kammerkontraktionen/Minute</em>, wobei das <em>Erregungsbildungszentrum in den Herzkammern</em> liegt.<br />
<strong>Therapie</strong>: <em>Jede ventrikuläre Tachykardie ist lebensbedrohlich</em> und muss <em>medikamentös </em>oder durch<em> elektrische Defibrillation</em> (Verabreichung eines Gleichstromstoßes ohne EKG-Triggerung) behandelt werden. Danach soll eine Dauerbehandlung mit <em>Antiarrhythmika </em>erneute Tachykardien verhindern, manchmal muss ein interner Defibrillator implantiert werden.</p>
<div id="attachment_582" class="wp-caption alignnone" style="width: 464px"><a href="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/kammertachykardie.jpg"><img class="size-full wp-image-582" title="kammertachykardie" src="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/kammertachykardie.jpg?w=584" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Kammertachykardie</p></div>
<h3>Kammerflattern und Kammerflimmern</h3>
<p>gehören zu den ventrikulären Tachykardien. Die <em>Kammerfrequenz </em>beim <strong>Kammerflattern</strong> liegt bei <em>250 &#8211; 350 Kontraktionen/Minute</em>, die des <strong>Kammerflimmerns </strong>bei <em>mehr als 350 Kontraktionen/Minute</em>.</p>
<p><strong>Ursachen</strong> sind oft andere Herzerkrankungen wie KHK, Myokardinfarkt, Myokarditis (Herzmuskelentzündung) oder Kardiomyopathien (Herzmuskelerkrankungen, deren Ursache im Muskelgewebe selbst liegt).</p>
<div id="attachment_583" class="wp-caption alignnone" style="width: 464px"><a href="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/kammerflattern.jpg"><img class="size-full wp-image-583" title="kammerflattern" src="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/kammerflattern.jpg?w=584" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Kammerflattern</p></div>
<div id="attachment_584" class="wp-caption alignnone" style="width: 465px"><a href="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/kammerflimmern.jpg"><img class="size-full wp-image-584" title="kammerflimmern" src="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/kammerflimmern.jpg?w=584" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Kammerflimmern</p></div>
<p><strong>Notfall!!! </strong>Kammerflattern und Kammerflimmern entsprechen funktionell einem <strong>Herz-Kreislauf-Stillstand</strong>! Es muss sofort reanimiert und defibrilliert werden, damit der Betroffene überhaupt eine Überlebenschance hat.</p>
<p><strong>Therapie</strong>: Langfristig muss die Grunderkrankung behandelt und eine <em>antiarrhythmische Dauertherapie</em> durchgeführt werden. Bei medikamentös nicht therapierbaren ventrikulären Tachykardien ist die <em>Implantation eines AICD </em>(automatic implantable cardioverter defibrillator) angezeigt, eines <strong>Herzschrittmachers</strong>, der Kammertachykardien erkennt und selbständig durch Abgabe von Elektroschocks behandelt.</p>
<p>Zum Abschluss noch ein interessanter Link: <a title="EXTERNER LINK: Tachykarde Herzrhythmusstörungen [PDF]" href="http://www.rzr-passau.org/navigation/files/vof041003-tachycardeHRS.pdf">Tachykarde Herzrhythmusstörungen &#8212; Vorschlag zur Medikamentenauswahl (J. Kühnhammer Krankenhaus Vilshofen) [PDF]</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/581/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/581/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/581/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/581/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/581/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/581/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/581/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/581/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/581/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/581/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/581/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/581/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/581/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/581/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dekubitusprophylaxe.wordpress.com&amp;blog=7717681&amp;post=581&amp;subd=dekubitusprophylaxe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">kunstgriff</media:title>
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			<media:title type="html">paroxysmale-supravent-tachykardie</media:title>
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		<media:content url="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/vorhofflattern.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">vorhofflattern</media:title>
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			<media:title type="html">absolute-arrhythmie-vorhofflimmern</media:title>
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			<media:title type="html">kammertachykardie</media:title>
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			<media:title type="html">kammerflattern</media:title>
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			<media:title type="html">kammerflimmern</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Herz aus dem Takt [1]: Definition der Herzrhythmusstörung, Extrasystolen</title>
		<link>http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/19/herz-aus-dem-takt-1-definition-der-herzrhythmusstorung-extrasystolen/</link>
		<comments>http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/19/herz-aus-dem-takt-1-definition-der-herzrhythmusstorung-extrasystolen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 08:24:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kunstGRIFF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herz & Kreislauf]]></category>
		<category><![CDATA[Herzerkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Pathologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/?p=573</guid>
		<description><![CDATA[Herzrhythmusstörungen Definition: Störung der Herzfrequenz und/oder der Regelmäßigkeit des Herzschlags. Tachykardie: Herzfrequenz &#62; 100 Schlägen/Minute (bei Erwachsenen) Bradykardie: Herzfrequenz &#60; 60 Schlägen/Minute (bei Erwachsenen). Arrhythmie: Herzschlag (frequenzunabhängig) unregelmäßig. Tachyarrhythmie: Herzschlag unregelmäßig und zu schnell. Bradyarrhythmie: Herzschlag unregelmäßig und zu langsam. &#8230; <a href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/19/herz-aus-dem-takt-1-definition-der-herzrhythmusstorung-extrasystolen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dekubitusprophylaxe.wordpress.com&amp;blog=7717681&amp;post=573&amp;subd=dekubitusprophylaxe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Herzrhythmusstörungen</h3>
<p><strong>Definition</strong>: Störung der <a title="Interner Link: Herz 6 - Anpassung der Herzarbeit" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/herzensangelegenheiten-6-herzfrequenz-volumina-und-deren-anpassung-oder-macht-das-herz-wirklich-alles-alleine/">Herzfrequenz</a> und/oder der Regelmäßigkeit des Herzschlags.</p>
<ul>
<li><strong>Tachykardie</strong>: <em>Herzfrequenz &gt; 100 Schlägen/Minute</em> (bei Erwachsenen)</li>
<li><strong>Bradykardie</strong>: <em>Herzfrequenz &lt; 60 Schlägen/Minute</em> (bei Erwachsenen).</li>
<li><strong>Arrhythmie</strong>: <em>Herzschlag </em>(frequenzunabhängig) <em>unregelmäßig</em>.</li>
<li><strong>Tachyarrhythmie</strong>: Herzschlag <em>unregelmäßig </em>und <em>zu schnell</em>.</li>
<li><strong>Bradyarrhythmie</strong>: Herzschlag <em>unregelmäßig </em>und <em>zu langsam</em>.</li>
</ul>
<p><strong>Diagnose</strong>: durch <a title="Interner Link: Herz 4 - EKG" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/17/herzensangelegenheiten-4-das-ekg/">EKG</a> gesichert. Klassifikation der Herzrhythmusstörungen <span id="more-573"></span>erfolgt durch Ruhe-EKG mit langem Rhythmusstreifen, Langzeit-EKG und Belastungs-EKG.</p>
<h3>Extrasystole (kurz ES)</h3>
<p><strong>Def.</strong>: <em>Außerhalb des regulären Grundrhythmus auftretender Herzschlag</em>. Die ES können</p>
<ul>
<li> vorzeitig / verspätet</li>
<li> einzeln / gehäuft auftreten.</li>
</ul>
<p>Ist der Abstand zwischen einer (vorzeitig einfallenden) Extrasystole und der nächsten regulären Herzaktion größer als derjenige zwischen zwei normalen Herzaktionen, wird dies als <em>kompensatorische </em>(= ausgleichende) <em>Pause</em> bezeichnet.</p>
<h4>Supraventrikuläre Extrasystolen (kurz SVES)</h4>
<p><em>Erregungszentrum <a title="Interner Link: Herz 3 -- Erregung &amp; Myokard" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/16/herzangelegenheiten-3-erregungsbildung-und-leitung/">oberhalb des His-Bündels im Sinusknoten, AV-Knoten</a> oder <a title="Interner Link: Herz 1 - Topographie, Herzinnenräume, Klappen, Herzbeutel" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/16/herzensangelegenheit-1-lage-innenraume-klappen-herzbeutel/">Vorhof</a>myokard</em> (also oberhalb der Kammer; <em>Supra </em>= oberhalb, <em>ventrikulär </em>= Kammer).<br />
Sowohl bei Gesunden als auch bei Herzkranken vorkommend.<br />
<strong>Sympt.</strong>: Meist beschwerdefrei, ab und an Herzklopfen, Herzjagen oder Aussetzer.<br />
<strong>Therapie</strong>: Nur bei gehäftem Auftreten direkt hintereinander (in <em>Salven</em>) erforderlich (wg. Gefahr des Vorhofflatterns oder Vorhofflimmerns). <a title="Interner Link: Beta-Blocker" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/18/beta-rezeptoren-blocker/">Beta-Blocker</a>.</p>
<div id="attachment_575" class="wp-caption alignnone" style="width: 465px"><a href="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/supraventr-es.jpg"><img class="size-full wp-image-575" title="supraventr-es" src="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/supraventr-es.jpg?w=584" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Supraventrikuläre Extrasystolen</p></div>
<h4>Ventrikuläre Extrasystolen (kurz VES)</h4>
<p>Ausgehend von allen Teilen des <em><a title="Interner Link: Herz 1 - Topographie, Herzinnenräume, Klappen, Herzbeutel" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/16/herzensangelegenheit-1-lage-innenraume-klappen-herzbeutel/">Kammer</a>myokards</em> oder dem <em>His-Bündel</em> / unterhalb gelegenen, tieferen Teilen des <a title="Interner Link: Herz 3 -- Erregung &amp; Myokard" href="http://dekubitusprophylaxe.wordpress.com/2010/03/16/herzangelegenheiten-3-erregungsbildung-und-leitung/">Erregungsleitungssystems</a>.<br />
Einzelnes Auftreten ohne Krankheitswert. Bei häufigem Auftreten liegt oft eine organische Herzkrankheit (z.B. KHK) vor (mit der Gefahr lebensgefährlicher ventrikulärer Tachykardien).<br />
<strong>Therapie</strong>: Behandlung der Grunderkrankungen. VES-Behandlung mit Antiarrhythmika.<br />
Ggf. ist die Implantation eines automatischen Defibrillators angezeigt.</p>
<div id="attachment_588" class="wp-caption alignnone" style="width: 465px"><a href="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/ventr-es.jpg"><img class="size-full wp-image-588" title="ventr-es" src="http://dekubitusprophylaxe.files.wordpress.com/2010/03/ventr-es.jpg?w=584" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Ventrikuläre Extrasystolen</p></div>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/573/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/573/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/573/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/573/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/573/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/573/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/573/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/573/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/573/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/573/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/573/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/573/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/573/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dekubitusprophylaxe.wordpress.com/573/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dekubitusprophylaxe.wordpress.com&amp;blog=7717681&amp;post=573&amp;subd=dekubitusprophylaxe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">supraventr-es</media:title>
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